06 May

Alkoholfrei

Alkoholfrei

Veränderungen im Umfeld?

Als erstes möchte ich darauf hinweisen, dass ich hier nicht über die Erfahrungen aus dem Leben von Alkoholkranken schreibe, sondern von Menschen, die (wie ich) freiwillig und zwanglos auf Alkohol keinen Wert mehr legen. Ich freue mich natürlich, wenn es für jeden ein interessanter Beitrag ist, der inspirierend wirkt und vielleicht sogar Ängste oder Befürchtungen ausräumt.

Verändert sich der Freundeskreis?

Erfahrungsgemäß höre ich an der Stelle öfter Bedenken. Und ja, es kann sehr gut sein, dass du deinen Freundeskreis hinterfragst, sobald du alkoholfrei unterwegs bist (ähnlich auch bei dem Thema der Rauchentwöhnung, wenn du viele Freunde hast, die noch rauchen). Du kannst dich aber entspannen, denn jede Veränderung wirkt oft im ersten Moment seltsam oder irritierend auf dein Gegenüber. Kennst du sicher auch von dir. Manchmal (und so ging es mir auch) tut es gut, wenn man von einigen Menschen Abstand nimmt, die eher einen toxischen oder ungesunden Lebensstil als „normal“ empfinden und einem nur mit abwertendem Unverständnis entgegen kommen (sind das wirklich gute Freunde?). Und es kommt durchaus auch vor, sich von Menschen zu trennen. Was nicht heißt, dass es zu Dramen kommen muss, denn es geht auch freundlich.

Gesellschaftliche Situationen

Einigen tut es gut, wenn eine Distanz geschaffen wird zu Situationen, die regulär mit Alkohol in Verbindung gebracht werden. Schon eine andere Lokalität am Wochenende kann eine Art Gewohnheit oder Routine brechen. Wenn die anderen „Vorglühen“ kannst du dich aber auch durch das alkoholfreie Angebot testen. Ich freue mich auch immer über Empfehlungen ;) Ach übrigens, nur weil man nicht trinkt, muss man nicht ständig der Depp sein, der alle kutschiert! Ein klares und freundliches Nein ist immer erlaubt.

Letzten Endes ist es aber so, Freunde, die dich lieben und schätzen, wollen, dass du gesund bist und glücklich, somit unterstützen sie dich. Diejenigen, die sich über dich lustig machen oder deinen neuen Aspekt in deiner Lebensweise nicht verstehen und abwerten, fühlen sich entweder selber schlecht, weil sie es selber nicht gebacken kriegen, haben den Mut nicht oder stecken vielleicht doch in einer ungesunden Verbindung mit dem Thema Alkohol und das kann Angst machen. Oder sie sind einfach so, wie sie sind, aber wer braucht schon solche Menschen um sich, wenn man sich selber wertschätzt und achtet ;)

Was ist mit den Menschen, die Kommentare dazu abgeben „müssen“, die BlaBlaMenschen? Mach sie mundtot, sportliche Ziele oder abnehmen zu wollen, zeigt, dass du ehrgeizig bist und deinen Körper liebst. Du bist dir auf eine liebevolle und gesunde Weise wichtig. Du stehst für deine Ziele und Werte ein, das zeugt von einem stabilen Selbst.

Reaktionen von meinen langjährigen Freunden waren unter anderem: „Wow, das ja super, könnte ich mir mal abgucken!“ ← bestärkend und bewundernd „So ganz alkoholfrei? Warum nicht... Freut sich der Körper!“ ← motivierend „Hmmm... spart man Kalorien, überlege ich mir auch mal!“ ← inspiriert

Vielleicht bist du ja auch eine Motivation oder Inspiration für andere!

Alles Liebe Katrin Szymoniak

P. S.: Es kommt als Mensch, der nicht trinkt oder raucht, nicht gut, wenn man missionieren will. Jeder soll machen, was er/sie will, solange man niemandem schadet :)

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